Margo Stilley
20.11.1982 · Conway, South Carolina, United States of America · 1 Film bei Filmschnupper
Margo Stilley (* 20. November 1982) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, die Rollen in How to Lose Friends & Alienate People (2008), Marple: Mord ist leicht und Hippie Hippie Shake (2009), The Trip (2010) sowie The Royals (2016) übernahm. In Erinnerung geblieben ist sie jedoch vor allem durch ihren Debütfilm 9 Songs (2004), der als der sexuell expliziteste Mainstream-Film gilt, der jemals im Vereinigten Königreich produziert wurde.
Stilley wurde in Conway, South Carolina, geboren und wuchs abwechselnd dort und in Swansboro, North Carolina, auf. Sie wuchs in einem streng baptistischen Elternhaus im Bible Belt Nordamerikas auf. An dem Tag, an dem sie 16 Jahre alt wurde, zog sie aus dem Elternhaus aus und lebte von da an auf sich allein gestellt. Den Besuch der High School finanzierte sie sich mit Jobs als Telefonverkäuferin und Rettungsschwimmerin, bis sie ein Jahr früher mit Auszeichnungen in Kunst und Geschichte von der Conway High School abschloss. In der Abschlussklasse des Jahres 2000 wurde sie zur „Lustigsten“ gewählt. Stilley engagiert sich seit Langem für karitative Hilfe durch persönliches Handeln. Während der High School arbeitete sie in örtlichen Altenheimen ehrenamtlich, fütterte alte Menschen und las ihnen vor. Als Teenagerin verließ sie den ländlichen Süden der USA, um ab Februar 2001 in Mailand kurzzeitig als Model für Elite Model Management zu arbeiten, bevor sie noch im selben Jahr im Alter von 18 Jahren nach London zog, um dort ihre Schauspielkarriere zu verfolgen.
Ihre erste Schauspielarbeit war die Hauptrolle der Lisa in dem kontroversen britischen Film 9 Songs (2004) unter der Regie von Michael Winterbottom. Ihr Interesse an Kunst als Ausdrucksform führte zu ihrer Entscheidung, die Rolle anzunehmen. Laut The Guardian war 9 Songs der bis dahin sexuell expliziteste Mainstream-Film, was vor allem daran liegt, dass er mehrere Szenen mit echten sexuellen Handlungen zwischen Stilley und ihrem Co-Star, dem Schauspieler Kieran O'Brien, enthält. Ihre Rolle ist insofern höchst ungewöhnlich, als sie mit O'Brien unsimulierten und sehr explizit gezeigten Sex hatte, darunter das Streicheln der Genitalien, weibliche Masturbation mit und ohne Vibrator, vaginalen Geschlechtsverkehr, Cunnilingus, Footjob und Fellatio. In einer Szene, in der Stilley ihm nach der Fellatio mit der Hand den Penis stimuliert, wurde er zum einzigen britischen Mainstream-Schauspieler, der in einem Mainstream-Spielfilm aus britischer Produktion beim Ejakulieren gezeigt wurde. Der Film wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes und beim Sundance Film Festival aufgeführt und kam weltweit in die Kinos. Um die künstlerische Integrität des Films zu schützen, bat Stilley den Regisseur Michael Winterbottom anfangs, sie in Interviews über den Film ausschließlich beim Namen ihrer Rolle zu nennen. Ihre zweite Rolle festigte ihren Ruf in der britischen Independent-Filmszene, als sie in der für das britische Fernsehen gedrehten satirischen Komödie Nathan Barley unter der Regie von Chris Morris mitspielte. Seitdem war Stilley in 19 US-amerikanischen und britischen Produktionen zu sehen, darunter How to Lose Friends & Alienate People mit Simon Pegg und Jeff Bridges sowie Agatha Christie's Marple (Mord ist leicht) mit Benedict Cumberbatch; außerdem arbeitete sie erneut mit Winterbottom an der BBC-Two-Komödie The Trip mit Steve Coogan und Rob Brydon. Als Model war sie in Reportagen unter anderem in Vogue, In Style UK, The Face, Harper's Bazaar, Black Book Magazine und Elle zu sehen. Bei Preisverleihungen trat sie als Moderatorin auf: So überreichte sie 2006 bei den Elle Style Awards einen Fashion Award an Giles Deacon und vergab 2007 bei den British Fashion Awards den New Designer Award an Christopher Kane. 2010 wurde sie für die Rolle der Lady Furness in Madonnas Film W.E. verpflichtet, gab diese jedoch wegen künstlerischer Differenzen auf.