Анатолий Солоницын
30.08.1934 · Bogorodsk, Gorkovskaya oblast, RSFSR, USSR · 5 Filme bei Filmschnupper
Anatoli Alexejewitsch Solonizyn (30. August 1934 in Bogorodsk; † 11. Juni 1982 in Moskau) war ein sowjetischer Schauspieler von bemerkenswerter Intensität und philosophischer Tiefe, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Andrei Tarkowski bekannt wurde. 1934 in Bogorodsk geboren, wurde er zum Gesicht des inneren Ringens und der metaphysischen Suche im sowjetischen Kino; seine berühmtesten Rollen sind der gequälte Ikonenmaler Andrej Rubljow und der introspektive Schriftsteller in „Stalker“. Solonizyns Darstellungen waren von einer stillen Ausstrahlung geprägt – seine stoische Präsenz und der durchdringende Blick gaben Tarkowskis spirituellen Erkundungen Gestalt. Auch wenn er in einer Reihe sowjetischer Filme mitwirkte, ist sein Erbe untrennbar mit Tarkowskis Kino verbunden, in dem er Figuren verkörperte, die mit Kunst, Glauben und dem Gewicht der Geschichte rangen. Sein Leben wurde 1982 durch Krebs beendet, doch sein Werk bleibt zeitlos – der Abdruck einer Seele, geätzt in Zelluloid.